Arbeiten ist ein Darf (Teil 2 von 2)

Gestresste Vorgesetzte, schlecht gelaunte Geschäftspartner, unfreundliche Lieferanten, genervte Kollegen, denen alles zu viel ist, und aufbrausende Kunden, denen alles zu wenig ist. Für all diese Menschen können wir mit Freude im Service stehen. Damit wir ihnen den Tag verschönern? Jedoch nicht nur. Es geht um uns selbst und unsere eigene Lebensqualität. Die Menschen in unserem Umfeld können unsere Lebensqualität erhöhen. Sie müssen gar nichts tun, um uns glücklich zu machen. Sie sind einfach nur da und geben uns damit die Möglichkeit, für sie im Service zu stehen. Das klingt zu verrückt? Nicht für die, die erkannt haben, wie freudvoll und erfüllend es ist, für andere Menschen da zu sein, ihnen zu dienen.

Nur für sich selbst zu arbeiten, für den eigenen Erfolg, für die eigene Karriere, macht nicht annährend so viel Freude, wie dasselbe für sich und andere Menschen zu tun. Jeden Job, jede Tätigkeit, ja sogar jeden einzelnen Handgriff können wir als Service für andere Menschen verstehen und ausführen. Das kann die Chefin sein, die Geschäftspartnerin, der Lieferant, der Kollege, oder es können Menschen sein, die wir gar nicht zu Gesicht bekommen, von denen wir aber wissen, dass ihnen unsere Arbeit zugute kommt. Wenn wir ohne zu gewichten und ohne zu werten auf Entdeckungsreise gehen, werden wir immer Menschen finden, denen wir durch unser Engagement eine Freude machen können. Im eigenen Haus oder am anderen Ende der Telefonleitung.

Denken wir noch, dass wir müssen, oder erlauben wir uns schon, zu dürfen? Berge von Unterlagen häufen sich auf unserem Schreibtisch. Es ist noch so vieles zu erledigen. Der Termindruck steigt und die To-do-Liste wird immer länger. Nun können wir uns als Opfer unserer Arbeit fühlen oder selbstbestimmt und eigenverantwortlich handeln. Wir können unsere Opferrolle verlassen, indem wir bewusst für andere in den Service gehen. Service ist kein Muss für andere, Service ist ein Darf für uns selbst. Service ist der Schlüssel zur Zufriedenheit. Anderen Menschen zu dienen ist das schönste Geschenk, das wir uns selbst machen können. Wir dürfen uns einsetzen, wir dürfen uns engagieren, wir dürfen die Initiative ergreifen, wir dürfen Spaß bei der Arbeit haben.

Wer bei seiner Arbeit zufrieden sein möchte, kann einen einfachen Weg einschlagen. Wer auf der Karriereleiter nach oben möchte, kann einen einfachen Weg einschlagen. Wer erfolgreich eine eigene Firma aufbauen möchte, kann einen einfachen Weg einschlagen. Dieser Weg heißt: Anderen Menschen von Herzen dienen! Dieser Weg ist simpel, doch häufig ignorieren wir ihn und befolgen stattdessen zahllose Erfolgsratschläge und Erfolgsregeln. Die Buchregale sind voll davon, unsere Köpfe auch. Obwohl der Weg so einfach ist, haben wir Barrieren in uns aufgebaut, die uns am freudvollen Dienen hindern. Eine dieser Barrieren ist unsere mangelnde Anerkennung. Anderen Menschen zu dienen bedeutet, sie zu achten und zu respektieren, losgelöst von unseren Vorurteilen und festgefahrenen Meinungen über sie. Wenn wir offen sind, werden wir immer etwas finden, das wir an anderen Menschen aufrichtig anerkennen können.

Eine weitere Barriere ist unser mangelndes Interesse. Anderen Menschen zu dienen bedeutet, ein wahres Interesse an ihnen zu haben. Wenn wir ständig versuchen, gut dazustehen, und permanent meinen, beweisen zu müssen, wie toll wir sind, dann ist nur wenig Raum für andere Menschen in unserem Leben. Anerkennung und ehrliches Interesse bilden den Nährboden für ein erfülltes Leben, ein Leben, in dem wir mit Freude Geld verdienen.

Montags dürfen wir wieder arbeiten gehen. Die Arbeit ist das Vergnügen! Geldverdienen ist ein Darf und Service ist der dazugehörige Lifestyle. Ein Lifestyle, der darauf basiert, seine Mitmenschen in ihren Aufgaben, Vorhaben, und Wünschen zu unterstützen und ihnen ein Leuchten in die Augen zu zaubern. Welche Freude! Welch spannendes Spiel!

Erfolg neu denken

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Über den Autor

Keynote-Speaker, Seminarleiter, Buchautor, praktischer Visionär